Was hat ‚Convenience Food‘ mit Servicequalität zu tun?

Kürzlich in einem ländlichen Restaurant im Appenzell, gemeinsam mit Freunden. Der Jüngste in der Tischrunde – ein sechsjähriger Wirbelwind – isst leidenschaftlich seinen Salat und gerät ob der leckeren Salatsauce gar ins Schwärmen. ( …nun, die nicht-Eltern unter den Lesern mögen vielleicht nicht so genau wissen, wie unglaublich schwierig es sein kann, Kids zur freiwilligen Vitaminaufnahme zu motivieren… )

Der Geistesblitz der Grossmutter des Wirbelwinds war daher naheliegend – mit DER Salatsauce isst er auch zu Hause brav seinen Salat.

Rasch war der Gedanke mit folgendem Satz in die Tat umgesetzt: „wenn du die Sauce so gerne hast, dann gehen wir nachher gemeinsam in die Küche und fragen den Koch, ob wir etwas davon mitnehmen können für zu Hause.“ Gesagt, getan…

Das Ergebnis war allerdings etwas ernüchternd, denn dem „kleinen Gourmet“ wurde nach dessen Ausflug in die Restaurantküche durch das freundliche Servierpersonal eine grosse Flasche Fertig-Salatsauce aus dem Engrosmarkt gebracht. Hm…

Fazit – super Servicegedanke und gute Absicht. Aaaaber: die unbeabsichtigte, jedoch nur zu deutliche Botschaft lautet:

„Hier, geschätzte Gäste, werdet ihr
mit Fertigprodukten bekocht.“

Eigentlich schade, denn das Essen schmeckte, war währschaft, die Ambiance ländlich-gemütlich, und der Service  gut. Darum der Tipp:

Füllt die Sauce beim nächsten Versuch in eine Glasflasche um, und das unvergessliche Restauranterlebnis ist euch gewiss!

„small things matter!“